
Der menschliche Körper ist mit all seinen Organen als Einheit zu betrachten. Die Steuerung dieses Systems erfolgt über Nervenbahnen. Wird diese Steuerung nun unterbrochen oder behindert, erfolgt eine Funktionsstörung des dem Nerven angeschlossenen Organs oder Hautbezirks. Möglichkeiten der Nervenschädigung sind z.B. direkte Schädigungen durch Bakterien oder Viren, wie wir es von der Gürtelrose oder bei der Meningitis kennen. Wesentlich häufiger kommen jedoch Einschränkungen durch Fehlstellungen der Wirbelsäule insgesamt oder auch durch Fehlstellungen einzelner Wirbelkörper vor.
Was passiert, wenn ein Nerv bei seinem Austritt aus dem Wirbelsäulenbereich durch Wirbelkörperfehlstellung eingeklemmt wird?
Die allgemein bekannte Problematik aus diesem Problemkreis ist der sogenannte Hexenschuss. Der Ischias-Nerv, der aus der Wirbelsäule im Lendenbereich austritt, wird eingeklemmt und verursacht einen solchen Schmerz, dass jede Bewegung unmöglich wird.
Viel heimtückischer sind aber die Probleme, bei welchen nur ein gewisser Druck auf den Nerv ausgeübt wird. Der Patient gewöhnt sich im Laufe der Zeit an ein dumpfes Gefühl und empfindet dieses keinesfalls als Schmerz. Trotzdem werden dadurch die von diesem Nerven versorgten Organe in Mitleidenschaft gezogen. Hier haben wir einen der Hauptgründe für Organschwäche und Organerkrankung, die auf herkömmliche medikamentöse Behandlung nicht oder höchstens kurzzeitig ansprechen.
70 % der Menschen haben Wirbelfehlstellungen. Wie entstehen diese?
Sie entstehen meistens im Kindesalter durch Fehlhaltung im Sitzen und durch Schocks bei Sport oder Unfällen.
Kann eine erworbene Wirbelfehlstellung korrigiert werden?
In den meisten Fällen ja. Mit einfachen Bewegungen kann der Behandler die Fehlstellungen der Wirbel reponieren ( = in die richtige Position zurückbringen ), wenn der Körper noch nicht zu weit mit der Verknöcherung vorangeschritten ist. Um dem Körper nämlich Schmerz zu ersparen, ist die Natur in der Lage, einen falsch positionierten Wirbel durch Knochenwachstum mit dem nächstgelegenen Wirbel verwachsen zu lassen. Damit ist der Schmerz zwar häufig weg, die Beweglichkeit aber in dem Bereich leider auch stark beeinträchtigt. Dieser Vorgang braucht viele Jahre.
Birgt die Chiropraktik Gefahren und gibt es Kontraindikationen?
Die Chiropraktik der Wirbelsäule wird nur von wenigen Behandlern durchgeführt, weil sie gleichzeitig Kenntnis und Geschick erfordert. Sind diese Voraussetzungen gegeben, so ist die Chiropraktik nicht gefährlicher als andere Behandlungsmethoden. Vorsicht ist allerdings geboten bei fortgeschrittener Osteoporose.
Was erreicht man mit der gezielten Chiropraktik?
Die ganzheitliche Wirbelsäulenbehandlung sorgt für ein Gleichgewicht der Knochen und vor allem für einen Beinlängenausgleich im Beckenbereich. Hiermit wird eine drastische Reduzierung der Fehlbelastung des Beckens und der Wirbelsäule erreicht.
Sie befreit weiterhin eingeklemmte Nerven vom Lenden- über Brust- und Halswirbelsäulenbereich und ist somit die beste Voraussetzung für die richtige Funktionsfähigkeit der inneren Organe.
Wie häufig sollte man sich einer ganzheitlichen chiropraktischen Wirbelsäulen-Behandlung unterziehen?
Wenn man bedenkt, dass ein „schiefer“ Halswirbel Kreuzschmerzen und ein „schiefer“ Lendenwirbel Kopfschmerzen verursachen kann, sollte man mindesten 1 x jährlich eine statische Kontrolle der Wirbelsäule durchführen lassen. In der Regel sind max. 3-5 Behandlungen erforderlich um die Fehlstellung oft dauerhaft zu beseitigen.
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