
Die Ohrakupunktur gilt als ein eigenes, in sich geschlossenes Therapiesystem und ist somit im engeren Sinne kein Bestandteil der klassischen Körperakupunktur.
Die heutige Ohrakupunktur geht im wesentlichen auf den französischen Arzt Paul Nogier zurück. Er entwickelte ein System von insgesamt 108 Punkten, in dem einzelne Körperzonen bestimmten Stellen an der Ohrmuschel zugeordnet wurden. Paul Nogier stellte fest, dass diese gefundenen Akupunkturpunkte reflektorisch mit den entsprechenden Organen oder Körperzonen verbunden sind.
Pro Sitzung werden meist 1-4 Nadeln verwendet, es können aber auch durchaus mehr verwendet werden. Nach 2-3 Tagen kann die Behandlung wiederholt und so bis zur Besserung fortgesetzt werden. Meistens sind ca. 8 bis 10 Sitzungen erforderlich.
Die Ohrakupunktur wird sehr häufig begleitend zu anderen Naturheilverfahren angewendet.
Indikationen:
- insbesondere Schmerzzustände wie Kopfschmerzen, Migräne und Neuralgien
- bei funktionellen Beschwerden, wie Reizmagen, Reizdarm, vegetativer Dystonie, postoperative Schmerzen und Phantomschmerzen
- unterstützend bei Raucherentwöhnung sowie bei der Behandlung der Magersucht, Fettsucht und Eß-Brech-Sucht, Rheuma, Arthrosen aller Art, Traumen (z.B. Verstauchungen)
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